Category: Wollschaffrage


Die verstrickte Dienstagsfrage 51/2010

Wo und wann strickt ihr? Begleitet euch das Strickzeug ueberall hin? Strickt ihr schon morgens auf dem Weg zur Arbeit, oder nur abends, z.B. zuhause auf dem Sofa vor dem Fernseher? Habt ihr spezielle Projekte fuer die verschiedenen „Strickzeiten“ und „Strickplaetze“?

Vielen Dank an Connie für die heutige Frage!

Das Wollschaf wünscht allen Frohe Weihnachten!

Morgens nach dem Frühstück, wenn die Jungs und mein Mann aus dem Haus sind und ich in Ruhe meinen Tee trinke. Abends auf dem Sofa. Unterwegs wenn ich irgendwo warten muß, wie z.B. bei Ärzten, Training oder Proben der Jungs, längere Autofahrten.
Für unterwegs habe ich immer einfache Socken mit oder auch mal einen Baktus.

Es gibt ja so einiges an Zubehör für StrickerInnen. Taschen, Maschenmarkierer, Magnetboarde. Was sollte eurer Meinung nach in keinem Haushalt fehlen (und wo habt ihr es her?) und was ist das total überflüssigste Strickgimmik?

Vielen Dank an Tanja für die heutige Frage!

Taschen für mein Strickzeug habe ich für unterwegs, aber nur so kleine, die ich dann in eine größere reinpacke. Und für meine Nadeln habe ich mir ein Etui von KnitPicks gekauft und ein kleines, selbstgenähtes über einen Blog (da passen 2 Nadelspiele, Stopfnadel und Schere rein).
Maschenmarkier habe ich nicht, möchte ich aber gerne noch haben, im Moment muß es ein Faden auch tun.
Reihenzähler brauche ich nicht, ich mache immer Strichlisten. Und ein Magnetboard habe ich bis jetzt nur verschenkt, aber vielleicht wäre das mal eine Sache, die ich mir noch anschaffen sollte, jetzt wo ich auch Mustersocken stricke.
Zopfnadeln brauche ich, ohne bekomme ich das nicht hin, bzw. habe Angst, das mir Maschen verloren gehen.
Was ich für mein Sockenstrickzeug total praktisch finde die Stitchkeepers die ich in der WollBox gekauft habe. Da hole ich mir meist mein Zubehör und meine Nadeln.

Tragt Ihr im Winter Mützen oder andere Kopfbedeckungen? Selbstgehäkelt? Selbstgestrickt? Gefilzt? Oder gekauft?

Wenn Ihr selbstgemachte Kopfbedeckungen tragt – fertigt Ihr die nach Anleitung oder einfach aus dem Kopf, so wie Ihr denkt?

Vielen Dank an Monika für die heutige Frage!

Ich trage selbstgestrickte Mützen, seit ich vor ein paar Jahren wieder angefangen habe zu stricken.
Meist kommt pro Jahr eine Mütze dazu. Die vom letzten Jahr habe ich allerdings noch nicht getragen, weil der zweite Handschuh dazu noch nicht fertig ist (erst fehlte die Wolle und dann die Lust 😉 ).
Einige Mützen habe ich frei Nase gestrickt und ein paar nach Anleitung, z.B. Trilobite letztes Jahr und davor eine Mütze nach einer Anleitung von Drops.

Dieses Jahr, bzw. nach Weihnachten möchte ich mir unbedingt ein Slouch oder etwas in der Art stricken, Muster habe ich mir bei Ravelry schon gespeichert.

Wo ist die Grenze zwischen „gerne stricken“ und richtig „stricksüchtig sein“? Wo ordnest Du Dich ein? Gehst Du Käufe eher nüchtern an und kaufst genau für Dein Projekt ein oder kannst Du Dich in einem Wollgeschäft „nicht beherrschen“ und kaufst eher wahllos ein. Hast Du ein kleines Strickkörbchen manierlich mit einem Projekt da stehen oder erstickst Du in Wollknäueln? Was ist eigentlich Stricksucht? (Ich gehöre übrigens zu den Stricksüchtigen!)

Vielen Dank an Ute für die heutige Frage!

Ohje, das sind ja so viele Fragen auf einmal!

Also, wenn man meinen Mann fragen würde, wäre ich auf jedenfall stricksüchtig. Wobei ich auch gut mal ein paar Tage auskommen kann. Aber wenn ich z.B. abends vor dem Fernseher sitzen würde ohne etwas zu stricken ist das schon recht ungewöhnlich.

Wolle kaufe ich nicht unbeherrscht (das würde mein Geldbeutel auch nicht hergeben)ein. Oft kaufe ich Wolle für ein bestimmtes Projekt und dann noch 1-2 Knäul extra, meist dann aber Sockenwolle, davon kann man ja nie genug haben.
Mit der Disziplin beim stricken sieht es dann schon anders aus, ein Strickkorb reicht da nicht aus.

Die Frage steht wie immer beim Wollschaf!

Nach meiner Beobachtung gibt es unterschiedliche Arten von
Strickerinnen, grob konnte ich folgende Kategorien feststellen:

– die Forscherin: erschließt sich gern neue Techniken, ist an neuen
Methoden sehr interessiert, eignet sie sich an und integriert sich gern
in ihre Strickpraxis
– die Beständige: hat ein festes Repertoire an Techniken, aus denen sie
schöpft, ist an einer Erweiterung nicht sehr interessiert.
– die Historikerin: interessiert sich für das Stricken in der
Vergangenheit, von Vintage Knits über vergangene Jahrhunderte bis hin zu
mittelalterlichen Vorläufertechniken. Rekonstruiert gern.
– die Innovative: ihr geht es darum, auch stricktechnisch die neuesten
Trends aufzunehmen und zu verarbeiten.
– die Selbstlose: strickt meist für wohltätige Zwecke und/oder andere
(Familie, Freunde, auch Auftragsarbeiten)
– die Avantgardistin: ihre Strickpraxis beginnt dort, wo andere längst
aufgehört haben: sie arbeitet mit Plastikbändern, Draht,
Kassettenbändern, ist im Freeformbereich tätig oder strickt prinzipiell
ohne Anleitung.
– die, die Faserverarbeitung wörtlich nimmt: strickt vor allem mit
Materialien, die sie, soweit es ihr möglich ist, selbst verarbeitet hat
(Schafe scheren, Wolle waschen, Kardieren, Färben, Spinnen etc.)

Kaum jemand erfüllt eine Kategorie vollständig (Schafe scheren …) oder
gehört ausschließich einer einzigen Kategorie an. Wo würdest Du Dich
sehen? Bist Du damit zufrieden oder würdest Du Dir gerne etwas anderes
erschließen?

Herzlichen Dank an Jinx für die heutige Frage!

Das ist eine Frage, über die man erst etwas nachdenken muß und in Ruhe in sich reinschauen sollte.

Ich denke der größte Teil von mir gehört der Gruppe der Beständigen an (ich stricke immer noch meine Socken klassisch mit Fersenwand und dreiteiligem Käppchen). Aber ich bin auch Forscherin, denn ich versuche auch mal andere Fersenformen oder Spitzen und ab und zu stricke ich auch Mustersocken. Auch an meine erste Englische Anleitung habe ich mich ran gewagt. Ein ganz klein wenig auch Historikerin, denn ich interressiere mich fürs Handspindel spinnen und Nadelbinden (auf dem Ravelertreffen belege ich auch in diesen Techniken Kurse), beides habe ich schonmal ausprobiert, aber ich brauche nochmal den richtigen Anstoß. Was ich auch noch gerne machen würde wäre Brettchenweben und Weben (hat nichts mit stricken zutun, aber es hat alles mit Wolle zutun. Und auch in die Kategorie Selbstlose gehöre ich mit hinein. Wie oft bekommt meine Schwester Socken von mir gestrickt und sie schwatzt mir ein Paar, das eigentlich für mich gedacht war, ab. Auch ein Teil der restlichen Familie wird gerne bestrickt (meine Söhne (vor allem der Kleine), mein Mann, meine Nichte und mein Neffe und auch meine Mama). Bei Aufträgen kann ich selten nein sagen, auch wenn dann manchmal meine eigenen Sachen hinten anstehen müssen. Ich habe schon für Frühchen gestrickt und bei der Sockenkiste von Martina mitgestrickt.

Mit welchen Nadeln strickt ihr am liebsten? Welche Marke, welches Material, welches System (Rundstricknadeln, Nadelspiele…)

Herzlichen Dank an Tabemi für die heutige Frage!

Ich stricke am liebsten mit meinen Knit Pro Harmony Nadeln. Egal ob ich nun Socken stricke oder etwas größeres auf Rundstricknadeln. Ich habe Rundstricknadeln, aber auch ein kleines Sortiment Seile und einzelne Spitzen. Ich finde das sehr praktisch, das man auch mal etwas auf einem Seil stilllegen kann. Meine Nadelspiele haben eine Länge von 15cm. Wenn gar nichts anderes mehr frei ist, stricke ich auch mal mit längeren Nadeln.
In meiner Nadelsammlung befinden sich auch noch die alten Metallnadeln, Pony Pearls, Ebenholz (stricke ich gerne mit, paßt aber selten von der Stärke) und Bambus. Mit den Bambusnadeln stricke ich auch noch viel (wenn die Knit Pro alle belegt sind 😉 ).

Und auch diese Woche ist die Frage von mir, die das Wollschaf gestellt hat!

(Aber ich glaube, mehr hatte ich nicht gestellt 😉 !)

Welche Ferse strickt ihr bevorzugt und welche Spitze oder habt ihr eine Eigenkreation entwickelt?

Ich stricke die Käppchenferse. Ich habe einen hohen Spann und das paßt die am besten. Ich habe auch schon einmal eine Ferse mit verkürztrn Reihen gestrickt, die Socken hat meine Schwester dann bekommen, weil ich sie gar nicht über den Fuß bekam.
Und auch bei der Spitze bin ich beider einfachsten hängen geblieben, nämlich der Bandspitze. Für Ole hatte ich schonmal die Schneckenspitze ausprobiert, aber die war mir zu spitz, vielleicht lag es an der kleinen Sockengröße.
Ich werde nochmal andere Spitzen ausprobieren, da mein Mann einen langen „Zeigezeh“ hat und ich da irgendwo etwas gesehen hatte, was der Form vielleicht näher kommt als die einfache Bandspitze. (Hieß das ganze anatomische Spitze?)

Die Frage und andere Antworten findet ihr HIER

Oh, schon wieder eine Frage von mir!

Da will ich sie doch mal fix beantworten.

Eine Frage an diejenigen, die Schals, Tücher und ähnliches stricken! Was macht ihr mit den Anfangs- bzw. Endfäden? Vernäht ihr die Fäden oder was macht ihr mit ihnen? Herzlichen Dank an Sabine für die heutige Frage! (Bitte, gern geschehen 😉 !)

Vielleicht habe ich die Frage etwas doof gestellt. Ich wollte wissen was ihr mit den Fäden bei diesen luftig gestrickt Sachen macht. Also bei Lacetüchern, Fallmaschenbaktus (da geht es allerdings noch) u.ä.

Natürlich vernähe ich meine Fäden auch, nur manchmal habe ich so meine Schwierigkeiten, sie unter zu bringen.

Ups, da sehe ich doch gerade die aktuelle Wollschaffrage und stelle fest, das sie von mir ist. Ich hatte schon fast vergessen, das ich mehrere Fragen eingereicht hatte. Nun aber zur Frage!

Wie strickt ihr Socken? Klassisch mit 4-5 Nadeln vom Schaft aus, Toe-up, mit ein oder zwei Rundstricknadeln oder gibt es noch mehr Techniken?
Ich stricke meine Socken meist klassisch mit fünf Nadeln und vom Schaft zur Spitze.
Toe-up habe ich auch schon ausprobiert, aber da habe ich :
1. noch nicht die ideale Technik für die Spitze gefunden
2. meine Probleme mit der richtigen Fußlänge
3. der abgekettete Rand ist mir dann am Fuß etwas zu labberig
Ich denke, da müßte ich einfach mal ein wenig experimentieren ;-9
Das mit den Rundstricknadeln würde ich irgendwann auch mal gerne ausprobieren, egal ob mit einer oder mit zweien.
So, nun gehe ich erstmal so schauen, was die anderen so auf meine Frage geantwortet haben.
Die Frage steht übrigens HIER !

Strickt ihr am liebsten vor dem Fernseher, Radio? Oder mit Musik (cd) evtl. bei einem Hörbuch, in Gesellschaft oder ganz in Ruhe?

Herzlichen Dank an Gudrun für die heutige Frage!

Das ist ganz unterschiedlich!

Morgens nach dem Frühstück, wenn die Jungs aus dem Haus sind, setze ich mich in Ruhe mit meinem restlichen Tee und meinem Strickzeug aufs Sofa und stricke. Dabei habe ich keine Musik oder ähnliches an, sondern genieße einfach die Ruhe.

Wenn ich am Nachmittag Zeit zum stricken habe, dann höre ich auch gern mal ein Hörbuch oder Musik.

Abends stricke ich meist vor dem Fernseher oder wenn ich alleine bin, mache ich mir auch ein Hörbuch an.

In Gesellschaft stricke ich auch gern, deshalb fahre ich, wenn möglich, Montags in die WollBox.